Preisentwicklung

Dienstag, 15.05.2018
Marktlage:

Schwacher Euro und feste Futures – Inlandspreise steigen wieder

Zum Wochenauftakt blieb die fundamentale Ausgangslage durch die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten und den drohenden Sanktionen gegen den Iran leicht bullish. Charttechnisch deuteten sich allerdings Abwärtsspielräume an.

Am frühen Nachmittag veröffentlichte die OPEC dann schließlich ihren Monatsreport, der bullish zu interpretieren war. Die Futures zogen daraufhin an, wobei die ersten Widerstandslinie bei WTI (US-Amerikanisches Rohöl) den Anstieg zunächst noch ausbremste. Mit dem Durchbruch dieser Marke ging es dann am späten Nachmittag weiter nach oben. Vor allem Brent und Gasoil/Diesel zogen kräftig an, da die Probleme im Nahen Osten vor allem die Verfügbarkeit am europäischen Markt bedroht und die USA mit ihrer Rekordölförderung weniger zu befürchten hat. Die Ölpreise an den Börsen in London und New York schnellten daher auf neue Hochs am späten Abend und gingen dann schließlich auch auf diesen Niveaus aus dem Handel.

US Ölförderung baut Rekordstände weiter aus
Die US Rohölförderung wird im Mai und Juni weiter kräftig zulegen, das geht aus dem neuen Produktionsbericht der EIA hervor. Hatte diese die US Schieferölförderung Mai im letzten Monat noch bei etwa 7,00 Mio. B/T eingeschätzt, so hat man den Wert im neuesten Bericht nun auf 7,03 Mio. B/T nach oben korrigiert. Im Juni soll die Produktion aus den Schieferölgebieten noch einmal um +144.000 B/T zulegen und dann 7,18 Mio. B/T erreichen. Damit dürfte auch die Gesamtproduktion der USA einen neuen Rekordwert erreichen.

Zusammen mit den Produktionszahlen wurde gestern dann auch die Anzahl der gebohrten, aber nicht fertig erschlossenen Ölquellen (DUC) veröffentlicht. Mit einem Anstieg von 55 erreichte der Wert im April mit 7.677 Ölquellen ein neues absolutes Rekordniveau. Der Wert steigt bereits seit vielen Monaten kontinuierlich und deutet darauf hin, dass die US Ölindustrie ihre Produktion sehr schnell steigern kann. Diese Ölquellen sind bereits angebohrt und müssen nur noch fertig erschlossen werden. Zum Vergleich: im Januar 2017 lag die Anzahl dieser Reservequellen bei nur 5.352.

Zu dem späten Anstieg an den Ölbörsen gesellt sich auch ein deutlicher Kursrückgang beim Euro. Dies macht die in Dollar gehandelten Futures für Abnehmer aus der Eurozone zusätzlich teurer, sodass sich bei den rechnerischen Inlandspreisen am Morgen bereits deutliche Preissteigerungen andeuten.

 

Ölpreis

Euro/Dollar

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