Preisentwicklung

 

Montag, 11.03.2019

 

Die OPEC und Nicht-OPEC Länder, die seit Januar zusammen mit dem Kartell freiwillig ihre Ölförderung gekürzt haben, werden sich am 17. und 18. April in Wien treffen. Eine Entscheidung über einen Zeitpunkt für das Ende der Produktionskürzungen werde es hier allerdings nicht geben, sollten unerwartete Ausfälle ausbleiben, so der Ölminister Saudi-Arabiens, Khalid al-Falih, in einem Interview am Wochenende.

Im Fokus dürfte dann das darauf folgende nächste Meeting am 25. und 26. Juni liegen. Die OPEC wird dann abzuschätzen haben, ob es gelungen ist das Angebot ausreichend zu reduzieren, um den Markt wieder in Balance zu bringen. Nur wenn Angebot und Nachfrage wieder ein ausgeglichenes Niveau erreichen, wird die OPEC die Produktionskürzungen wohl zurückschrauben. Dann dürfte man auch mehr Klarheit bei den US Sanktionen gegen den Iran haben, bei denen die Ausnahmeregelungen für die 8 Länder, die weiter ungestraft Rohöl aus dem Iran importieren können, auslaufen oder noch einmal verlängert werden.

Aus Libyen kommt mittlerweile wieder mehr Rohöl auf den Markt, nachdem das Sharara Ölfeld langsam hochgefahren wird, im Großen und Ganzen wird das physische Angebot mit den Kürzungen der OPEC und den Ausfällen aus Venezuela und Iran aber als knapp eingeschätzt Dies bleibt stützend für die Ölpreise, während die Konjunkturaussichten das Aufwärtspotenzial dämpfen. OECD und EZB haben ihre Wachstumsprognosen für 2018 zum Teil stark gesenkt, China rechnet mit dem schwächsten BIP Wachstum seit Jahrzehnten und der Außenhandel (Exporte: –20,7%, Importe: -5,2%) brach im Februar förmlich ein.

Kurzfristig deutet die fundamentale Konstellation auf festere Ölpreise hin, die das Wirtschaftswachstum jedoch ebenfalls eher dämpfen. Langfristig sind die Aussichten für die Konjunktur und das Ölnachfragewachstum somit pessimistisch, was einer starken Preisrallye entgegensteht. Laut den Analysten von TA Securities ist das weitere Aufwärtspotenzial an den Ölbörsen vom aktuellen Niveau aus begrenzt. Die Ölexporte des Irans hätten nach einem Einbruch im Februar wieder zugenommen, die US Ölproduktion ist auf Rekordhoch und nimmt dennoch weiter zu, während Trump die OPEC vor zu starken Produktionskürzungen warnt und die US Gesetzgeber mit dem “NOPEC” Gesetz drohen, die den Einfluss des Kartells einschränken könnte. Die bisherige Preisprognose für den Durchschnittspreis Brent in 2019 korrigiert man daher nun von 70-80 Dollar auf 65-75 Dollar nach unten.

Ölpreis

Euro/Dollar

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